Wie wir auf Mundgeruch testen
Die Diagnostik von Halitosis ist oft schwierig, weil es sich um ein sehr intimes Thema handelt. Die meisten Menschen trauen sich nicht, Betroffene offen auf ihr Problem anzusprechen. Umgekehrt traut sich kaum jemand, um eine entsprechende Auskunft zu bitten. Für die Zahnarztpraxis bedeutet das: Kaum ein Patient wird seinen Zahnarzt mit der Bitte aufsuchen, an ihm zu "schnuppern" und umgekehrt werden viele Ärzte es als nicht sehr angenehm empfinden genau dieses zu tun. Eine organoleptische (allein mit dem Geruchssinn durchgeführte) Untersuchung stellt das einfachste diagnostische Mittel dar, um zu prüfen, ob Mundgeruch vorliegt und wo dieser seinen Ursprung hat. So kann der Geruch beim Sprechen, beim Ausatmen durch Nase oder Mund, von Zungenabstrichen und Zahnbelagproben beurteilt werden. Organoleptische Untersuchungen sind jedoch fehleranfällig, denn der Geruchssinn des Untersuchers kann eingeschränkt sein oder der Riechende kann möglicherweise selber unter Mundgeruch leiden und dadurch an bestimmte Gerüche gewöhnt sein. Außerdem ist die Einordnung von Gerüchen schwierig. Man hat daher versucht, Mundgeruch durch objektive Messungen zu charakterisieren. Dafür wurden Geräte entwickelt mit denen es möglich ist, die Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen direkt am Behandlungsstuhl zu messen. Das am weitesten verbreitete Gerät ist der Halimeter (siehe Abb.).
Zwar wird der Halimeter aufgrund seines eingeschränkten Spektrums nicht in jedem Fall die Stärke des vorliegenden Mundgeruches aufzeigen, aber er ermöglicht Betroffenen einen Weg, Rat einzuholen, ohne eine peinliche Situation fürchten zu müssen. Hat sich der Patient dann erst einmal offenbart und Vertrauen gefasst, stellt eine organoleptische Untersuchung meist kein Problem mehr dar. Die Geruchsquellen können gemeinsam mit dem Patienten aufgespürt werden. Außerdem bietet das Gerät die Möglichkeit, den Behandlungserfolg zu kontrollieren und verunsicherten Patienten wieder Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen zu geben.
Sollte eine Klärung der Ursachen durch weitere Fachärzte erforderlich sein, z.B. Internist, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, o.ä., verfügen wir über ein Netzwerk mit entsprechend qualifizierten Spezialisten für ihre Behandlung.


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