Mundgeruchbehandlung
Die Behandlung von Halitosis richtet sich nach der Ursache. Wichtig ist, daß vor der Behandlung festgestellt wird, ob überhaupt ein Foetor vorliegt, denn es gibt Patienten, die keinen wahrnehmbaren Foetor aufweisen aber dennoch fest davon überzeugt sind, daß sie unter Mundgeruch leiden (Halitophobie). Diesen Patienten kann man als Zahnarzt meist nicht helfen. Ist Mundgeruch vorhanden, wird er sich in den meisten Fällen durch eine Parodontalbehandlung, eine individualprophylaktische Betreuung (Zahnreinigung = PZR)und die Beseitigung des Zungengeruches eliminieren lassen. Dazu sollte die Zunge - wie in anderen Kulturkreisen üblich – in die tägliche Mundhygiene einbezogen werden. Es stehen dafür verschiedene Zungenreiniger z.B. von One Drop Only zur Verfügung, die täglich nach dem Zähneputzen anzuwenden sind. Diesen Zungenreiniger (siehe Bild) können sie bei uns testen und auch gleich mit nach Hause nehmen. Der Effekt einer Zungenreinigung kann unmittelbar nach Anwendung beurteilt werden. Unterstützend können insbesondere zu Beginn der Behandlung auch chemisch wirksame Hilfsmittel verwendet werden. In kontrollierten Studien wiesen antibakterielle Mundspüllösungen (Chlorhexidin (CHX), z. B. das alkoholfreie Nur 1 Tropfen, Listerine, Cetylpyridiniumchlorit (CPC), Triclosan) eine mundgeruchreduzierende Wirkung auf. Chlorhexidin als 1%iges Gel oder 0,1-0,2%ige Spüllösung sollte wegen der möglichen Nebenwirkungen nur kurz zur Sicherung der Diagnose eingesetzt werden. Zinkverbindungen (Odol - med 3 Extreme Zahnpasta) sind in der Lage, flüchtige Schwefelverbindungen in nicht flüchtige Zinksulfide zu überführen, was die gute Wirksamkeit zinkhaltiger Darreichungsformen erklärt. Diese neue Zahncreme hat eine antibakterielle Tiefenwirkung und dringt selbst in schwer erreichbare Stellen im Mund vor. Wir verwenden auch Odol - med 3 Extreme bei uns in der Mundgeruchsbehandlung.


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