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Darmsanierung/Symbioselenkung

Darmsanierung

Mit der Darmsanierung/Symbioselenkung sollen im Darm wieder gesunde Lebensverhältnisse geschaffen werden, damit die dort lebenden Bakterienkulturen wieder leistungsfähig werden.

Wann wird eine Darmsanierung notwendig?
Die mehrstufige Behandlung hat sich bei vielen, vor allem chronischen Erkrankungen bewährt.U. a. Magen- und Darmstörungen, Gastritis, entzündliche Erkrankungen des Dickdarms, Erkrankungen der Gallenwege, chronische Nierenerkrankungen, Migräne, Bronchialasthma, Heuschnupfen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Akne sowie alle Erkrankungen des allergischen Formenkreises.

Dies verläuft nach folgendem Behandlungsmuster:

1. Stufe: Anfang Darmflora abzubauen, die in den erkrankten Abschnitten des Verdauungskanals abnorme Gärungs- und Fäulnisprozesse verursacht. Die krankmachenden Bakterien, die sehr empfindlich gegen Sauerstoff sind, werden deshalb durch die Einnahme eines Sauerstoff bildenden Mittels stark verringert (z. B. Ozovit von der Fa. Pascoe)

2. Stufe: Um die besten Voraussetzungen für die Wiederherstellung eines normalen Bakterienmilieus zu schaffen, werden Arzneimittel verabreicht, die auf wichtige Bereiche des Verdauungstraktes einwirken. Dabei werden vor allem Entzündungen bekämpft, Organe entgiftet und der Körper für die Aufnahme und Vermehrung seiner physiologischen Bakterien vorbereitet. Eine ganz wichtige Rolle spielt hierbei ein Präparat auf Lactose-Basis.

3. Stufe: In einigen Fällen könnte es noch erforderlich sein, dem Körper Bakterienstämme zuzuführen, falls eine ausgewogene Zusammensetzung der Darmflora und die Normalisierung des Verdauungsvorganges auf der 2. Stufe noch nicht erreicht worden ist.

Dieses Vorgehen lässt sich mit einer systematischen Waldpflege vergleichen:Abholzung des erkrankten Baumbestandes; Aufbereitung und Düngung des Bodens, Aufforstung mit jungen, gesunden Pflanzen.

Ernährungsempfehlungen im Rahmen einer Darmsanierung:

EmpfehlenswertNicht empfehlenswert
Gemüse, Salate roh:
Karotten, Rettich, Sellerie, Rote Rüben, Kürbis (fein bis grob geraffelt); Fenchel, Tomaten, Gurken, Zucchini, Radieschen (in feine Scheiben geschnitten), Sauerkraut (fein geschnitten); Chicorée, Kopf-, Endivien-. Eisberg-, Feldsalat, Spinat, Brennnessel, Löwenzahn (fein geschnitten)
gedünstet, gedämpft oder gekocht:
Karotten, Spinat, junge Erbsen, junge Bohnen, Rote Rüben, Zucchini, Tomaten, Gurken, Lauch, Chicorée, Stangen- und Knollensellerie, Spargel, Sauerkraut (Fettzugabe erst nach Ende des Garvorganges); Kartoffeln als Pellkartoffeln, Kartoffelbrei
Gemüse, Salate
Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkraut, Rotkraut, Kohlrabi, Hülsenfrüchte (außer jungen Erbsen und Bohnen), Schwarzwurzel, Pilze; Bratkartoffeln, Pommes frites, Kartoffelsalat; (Mehlschwitze, Zusatz von Fetten beim Garen)
Früchte
Äpfel, Birnen, Beerenobst, Bananen, Weintrauben, Melonen, Nektarinen, Orangen, Grapefruit; mäßig Feigen, Datteln, Rosinen; Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse
Früchte
Unreifes Obst; gekochtes Obst (rohes und gekochtes Obst vertragen sich nicht im Rahmen einer Kostform)
Getreide und Getreideprodukte
Dinkel, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Buchweizen roh, geschrotet als Frischkornbrei (soweit verträglich) oder gekeimt; alle Getreidearten wie oben, Grünkern, Mais, Reis (Vollreis, Naturreis) gekocht oder gedünstet (im ganzen Korn oder als Schrot); Vollkornbrot und -semmeln aus verschiedenen Getreidearten, Vollkornbackwaren; Weinsteinbackpulver; Vollkornmehl; Vollkornflocken, -nudeln, -grieß, -brösel
Getreide und Getreideprodukte
Brote und Backwaren aus Auszugsmehl; frisches Brot und frisches Hefegebäck; Backpulver; Auszugsmehl, Produkte aus Auszugsmehlen
Fette und Öle
Butter, kalt gepresste Öle wie Sonnenblumen-, Oliven-, Distel-, Keim-, Leinöl, hochwertige Reformhausmargarine, Sahne, Sauerrahm, Schmand
Fette und Öle
Schweinefett, Gänsefett (jegliches Mastfett), raffinierte Öle, gehärtete Fette, gewöhnliche Margarine, Mayonnaise
Milch und Milchprodukte
Frischmilch, Sauermilch, Kefir, Buttermilch, Joghurt, Quark, Käse, Sahne, Sauerrahm
Milch und Milchprodukte
H-Milch, H-Sahne, Milch- und Sauermilchprodukte mit Zuckerzusatz, geschlagene Sahne
Fleisch, Fisch, Eier
Mäßig Rind- und Hammelfleisch, Geflügel, Wild (schonend gegart); mäßig magere See- und Flussfische (gekocht und gedünstet); selten Eier und Eierspeisen
Fleisch, Fisch, Eier
Schweine-, Gänse- und Entenfleisch, Innereien, geräucherte Fleisch- und Wurstwaren, Speck; Karpfen, Aal, Salzheringe, Räucherfisch, Fischkonserven, Krebse.
Süßmittel und Süßwaren
Reiner Bienenhonig (möglichst wenig)
Süßmittel und Süßwaren
Alle raffinierten Zucker wie weißer und brauner Zucker, Trauben-, Frucht-, Malzzucker; Zuckerkonzentrate wie Ahornsirup, Apfel- und Birnendicksaft; Produkte, die (versteckte) Zucker enthalten
Gewürze und Würze
Schnittlauch, Petersilie, Dill, Liebstöckel, Basilikum, Majoran, Thymian, Kümmel, Lorbeer, Wacholder, Anis, Koriander, Nelken, Vanille, Zimt, Ingwer, Muskat, Zwiebel, Knoblauch, Molken-, Wein- und Apfelessig (verdünnt), Meersalz, Gemüseextrakt, Hefewürze
Gewürze und Würze
Pfeffer, Essiggurken, Ketschup, Senf, Branntweinessig, Suppenwürze, Suppen- und Saucenpulver, Fertigsaucen, Fleischextrakte
Getränke
Pfefferminz-, Kamillen-, Johanniskraut-, Hagebutten-, Brennnesseltee , Malzkaffee, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte, Heilwasser, Bier, wenig Rot- und Weißwein.
Getränke
Starker Bohnenkaffee und Schwarztee, Liköre, Schnäpse, Weinbrand, Fruchtsaftgetränke und Fruchtnektare, Mineralwasser mit Kohlensäurezusatz, starker Tee.

Grundsätzlich sollte auf Fertigkost verzichtet werden. Tütensuppen- oder Saucen enthalten viele Konservierungsstoffe, Verdickungsmittel sowie Farbstoffe die im Rahmen einer Darmsanierung nicht zu empfehlen sind. Eine ausgewogene Auswahl der Rohstoffe und deren frische Zubereitung sind nicht nur wesentlich gesünder, sondern verändern auch langfristig den Umgang mit dem Thema Ernährung.

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